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Historie

Tauchen Sie in die Welt des über 135-jährigen Grandhotels, seine Tradition und Geschichte:

1834 Die Geschichte des Hotels beginnt unter dem Namen Stephanienbad. Der Name war eine Huldigung an Prinzessin Stephanie von Baden, Adoptivtochter von Napoleon. Als Gattin von Großherzog Karl war sie von 1811 bis 1818 Landesmutter Badens.

1857 Als das Haus in den Besitz französischer Unternehmer übergeht, zieht Pariser Eleganz in das Anwesen an der Lichtentaler Allee. Die Pariser Zeitung "Estafette" schwärmt von Baden-Baden als einem Sommer- Paris. "Stéphanie les Bains" wird zum Anziehungpunkt für die französiche Gesellschaft. Der Deutsch-Französische Krieg macht dem ein jähes Ende.

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Der Hotelbau aus den Jahren 1857/58
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Anton Alois Brenner

1872 Der Kleiderfabrikant Anton Brenner ersteigert das Hotel samt angrenzenden Grundstücken für seine Tochter und deren Ehemann, der zuvor das kleine Hotel Blume betrieben hatte. Er starb jedoch 1875, seitdem scheint Anton Brenner das Hotel selbst betrieben zu haben. Und dies mit Erfolg, wie illustre Gästelisten belegen. Das großzügige Haus eignete sich bestens für den hohen Adel, der damals mit großem Gefolge reiste.

1882 wird das Haus auf Camille Brenner überschrieben. Mit diesem begnadeten Hotelier beginnt der Aufstieg des Hauses zu einem Grandhotel von Weltrang. Mit dem gleichen Weitblick, mit dem er das Anwesen in der Lichtentaler Allee erwarb, hatte Anton Brenner dem Sohn eine hervorragende Ausbildung ermöglicht und ihn in vielen Auslandsaufenthalten Erfahrungen und weltmännischen Weitblick erwerben lassen. Über Camille Brenner schrieb eine zeitgenössische Zeitung: "Wie ein Fürst, besessen von Sammlerleidenschaft und Baulust schuf er in immer neuen Metamorphosen sein Hotel. Er stattete es mit Teppichen aus, die den Neid und die Bewunderung der Sammler erregten, mit erlesenen Originalen und mit Antiquitäten, mit denen er als erster die luxuriösen Appartements möbilierte." Damals wurde der Grundstock für das heutige Brenner´s Park-Hotel & Spa gelegt, in dem noch heute der Geist des Camille Brenner allgegenwärtig ist.

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Camille Brenner übernimmt 1882 das Hotel von seinem Vater A.A. Brenner
bismarck Fürst Otto von Bismarck gehörte zu den Gästen des Hauses.
hotel_stephanie Partie an der Oos mit dem Hotel Stéphanie

1900 Seit 1895 wurden große Umbauten vorgenommen, als Villa Imperial war die heutige Villa Augusta hochgezogen worden; mit dem Ankauf des benachbarten Palais Stourdza war der Park hinzu-gekommen, der bis an die Oos reichte. Als im Mai 1900 der neue Flügel des Hauptgebäudes eröffnet wurde, war dies der Beginn einer neuen Phase. Mit über 200 Zimmern komfortabelster Ausstattung wurde das Hotel Stephanie glänzender Mittelpunkt des Staatsbades Baden-Baden, das sich seinerseits zu einem der führenden Kurorte entwickelt hatte. Die Bedeutung des Hauses lässt sich unschwer an der Gästeliste in jener Zeit ablesen. In sie trug sich Fürst Otto von Bismarck ebenso ein wie Großfürst Michael von Russland, der wie sehr viele russische Adlige regelmäßig nach Baden-Baden kam. Auch Edward Prince of Wales, der spätere englische König Eduard VII gehörte zu den ältesten Stammgästen im Hause Brenner.

Eine der imposantesten Erscheinungen war sicher der Maharadscha von Kapurthala, der Camille Brenner ein Portrait für das Gästebuch zum Geschenk machte. Mit großem Gefolge hielt 1907 König Chulalongkorn von Siam und Laos Hof im Stéphanie. Doch nicht nur der internationale Hochadel frequentierte das Haus, neben Künstlern aller Sparten traf man hier auch die Vertreter der großen Bankhäuser und Industrielle wie Henry Ford. Die Amerikaner stellten unter den ausländischen Gästen stets den größten Anteil. Bei allem öffentlichen Interesse, in dem das Haus stand, hat Camille Brenner es immer verstanden, auch seinen berühmten Gästen eine Oase der Ruhe und Erholung zu bieten.

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Ein Porträt fürs Gästebuch, das Geschenk des Maharadscha von Kapurthala an Camille Brenner.

1914 starb Camille Brenner in Cannes. Er hinterließ seiner Witwe und seinen fünf Kindern kein leichtes Erbe. 1912 hatte er noch das Hotel Minerva erworben, beim Umbau jedoch Probleme mit den Behörden bekommen. Der Bau wurde als Sanatorium umgeplant. Wegen des Ausbruchs des Krieges konnte es nie in Betrieb genommen werden. Für die Investitionen in den Bau hatte Camille Brenner noch erhebliches Kapital aufnehmen müssen. Nun übernahmen Augusta Brenner und ihr Sohn Kurt die Direktion. Kurt Brenner hatte wie sein Vater eine hervorragende Ausbildung genossen und war für die Aufgabe bestens vorbereitet. Doch zunächst musste das Hotel geschlossen werden, nicht nur wegen der Abreise der ausländischen Gäste, auch weil der größte Teil des männlichen Personals zum Militärdienst eingezogen wurde.

1920 Erst im April 1920 hatten sich die Nachkriegsverhältnisse so stabilisiert, dass wieder ein geregelter Hotelbetrieb erfolgen konnte. Obwohl die internationalen Stammgäste aus der Vorkriegszeit das Hotel nicht mehr besuchten, füllte sich das weithin berühmte Haus schnell wieder.

1922 gründeten Augusta Brenner und ihre fünf Kinder die Brenner´s Hotel Aktiengesellschaft, die vor allem die Erbteilung erleichtern sollte. Kurt und Alfred Brenner traten in der Praxis das Erbe des Vaters an und leiteten gemeinsam den Betrieb. Ganz im Sinne des Vaters konnte der Hotelbetrieb wieder aufgenommen werden. Obwohl die ausländischen Stammgäste aus der Vorkriegszeit ausblieben, arrondierten sie den Hotelkomplex, der 1924 von der Bertholdstraße bis zum Palais Gagarine reichte.

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Kurt und Alfred Brenner, 1924
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Tanztee in den 20ern

1927 Das Jahr 1927 darf wohl als Zenit der frühen Brenner- Geschichte gewertet werden. In keiner Saison fanden so viele Berichte über berühmte Besucher und interessante Ereignisse Eingang in die Weltpresse. Für die Gebrüder Brenner waren die zwanziger Jahre wirklich die sprichwörtlichen goldenen Jahre. Knapp 400 Betten standen zur Verfügung und rund 500 Bedienstete sorgten für das Wohl der Gäste, von denen fast die Hälfte Amerikaner waren.

1929 Was bis dahin ein Segen war, brachte nach dem berühmten Schwarzen Freitag dann überdurchschnittliche Verluste, die die Hotel-AG schnell in Schwierigkeiten brachte. Aber auch wenn die Amerikaner ausblieben, standen die Häuser nicht leer. Die Gästelisten nennen 1930 so berühmte Namen wie Franz Léhar und Richard Tauber, Wilhelm Furtwängler oder Professor Sauerbruch. Johann Strauß schrieb im Mai 1930 ins Gästebuch: "Solange ich nach Baden-Baden komme, es sind viele Jahre seit der Zeit des gastfreundlichen Herrn Brenner, war ich hier stets wunderbar versorgt. Als internationaler Reisender kann ich nur versichern, dass man sich in diesen Häusern so wohl wie nirgend sonst fühlt."

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Aga Khan IV. in Brenner's

1936 Seit 1933 die Spielbank in Baden-Baden eröffnet hatte, war es auch mit den ausländischen Gästen wieder bergauf gegangen. Sie erreichten jetzt einen Anteil von 63 Prozent. Darunter waren so bekannte Namen wie Walt Disney, der Fürst von Monaco und der Maharadscha von Kapurthala mit seinem Sohn. Auf dem Höhepunkt des leider nur kurzen Aufschwunges erreichten Kurt und Alfred Brenner 1937 die unglaubliche Zahl von 40.000 Übernachtungen.

1939 Der zweite Weltkrieg traf das Brenner´s mitten in einer blühenden Entwicklung. Schon wenige Tage nach Kriegsbeginn mussten Teile des Hotels geschlossen werden. Das Hotel Stéphanie blieb während des ganzen Krieges wegen Personalmangel geschlossen.


1941
konnte die Villa Stephanie mit dem Park-Hotel mit 65 Gästebetten wieder in Betrieb genommen werden. Im gleichen Jahr erwarb die Familie Oetker, die seit 1922 Anteile an der Brenner´s Hotel AG besaß die Aktienmehrheit.


1945
Nach Kriegsende war das Brenner´s kurz Sitz des französischen Gouvernements, musste dann aber für den Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte in Deutschland, General König, freigemacht werden. Auch die übrigen Gebäude des Komplexes wurden beschlagnahmt.


1949
Ende September wurde das Park-Hotel als erstes Gebäude des Hotelkomplexes freigegeben. Der General bedankte sich für die unfreiwillig gewährte Gastfreundschaft mit der Order, dass es rasch als Hotel wiederhergerichtet und eröffnet werden sollte. Doch bis dahin war es für die Brüder Brenner ein harter Weg.


1950
Am 1. April konnte das Park-Hotel wieder für die Gäste geöffnet werden. Schon im ersten Jahr zählte man rund 17.000 Gäste, davon fast die Hälfte aus dem Ausland. Das Park-Hotel schloss damit an die Erfolge der Vergangenheit an, auch wenn es nur über ein Drittel des Bettenangebots der Vorkriegszeit verfügte.

gipfeltreffen
Brenner's Park-Hotel 1962:
Gipfeltreffen. Charles de Gaulle, der französische Staatspräsident (links), Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer,
die beiden Außenminister ihrer Staaten
C. de Murville und Dr. Schröder

1955 Erst fünf Jahre später wurde auch der Hauptkomplex wieder frei, hatte aber so großen Schaden genommen, dass er nach vergeblichen Versuchen der Rettung dann 1962 bis auf den 1900 errichteten Flügel abgebrochen werden musste.


1969 Mit dem Ausscheiden von Alfred Brenner aus der Geschäftsführung der Brenner's Hotel KG nach 50-jähriger Tätigkeit in der von seinem Großvater gegründeten Hotelunternehmung, ging eine große Familientradition zu Ende. Doch die Tradition eines großen Hotels lebt weiter. Im
Brenner´s Park-Hotel & Spa fühlen sich alle Mitarbeiter dieser Tradition verpflichtet. Sie wissen, dass sie ein wertvolles Erbe zu hüten haben.